Kommentar | 1. April 2021

Kein Aprilscherz:
Noch 90 Tage bis zum 1. Juli 2021

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In DREI! Monaten treten EU-weit wesentliche gesetzliche Änderungen in Kraft, die erhebliche Auswirkungen auf Konsumenten und Lieferketten haben werden. Durch die Änderungen soll der Betrug von ausländischen Versandhändlern eingedämmt werden und die steuerliche Bevorzugung gegenüber in der EU ansässigen Händlern ein Ende finden.

1. Die Zollfreigrenze von 22 EUR wird abgeschafft

2. Einfuhrumsatzsteuer (19%) sind vom Konsumenten, quasi ab dem 1 Cent, zu bezahlen

3. Importzölle fallen zusätzlich ab einem Warenwert von 150 EUR an

4. Wegfall der mündlichen Zollanmeldung – es besteht eine schriftliche Anmeldepflicht

Aufgrund mangelnder Vorbereitung und Transparenz seitens vieler Händler, können massive Kostennachteile für Konsumenten im Bestimmungsland entstehen. Diese haben dann mit erhöhten Abfertigungskosten aller Transporteure und Verzögerungen bei den Lieferzeiten zu rechnen.

Sehr kurios, dass in der Presse sehr wenig über die anstehenden Änderungen berichtet bzw. dem Thema kaum Aufmerksamkeit geschenkt wird. Immerhin werden Schätzungen zu Folge jährlich alleine in Deutschland ca. 100 Mio. Sendungen unter 22 EUR Warenwert importiert.

eClear bietet europaweit Händlern aus dem Drittland mit seinem Full-Service-Produkt DeClear eine innovative auf Volumen ausgelegte Zoll-Lösung an.

Autor

Andreas Weidner
Vice President Customs
Andreas Weidner ist Vice President Customs und Product Owner der Zolllösungen von eClear. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der Leitung von globalen Transport-, Zoll- und Trade Compliance Organisationen. In seiner vorherigen Position war er Global Director Customs & Trade Compliance bei Marquardt, wo er mit seinem globalen Team maßgeblich zum weltweiten Wachstum und zur Internationalisierung beigetragen hat, indem er den Import- und Export-Compliance-Prozess erfolgreich aufgebaut und geleitet hat.
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