E-Commerce, Umsatzsteuer | 7. Juli 2020

Grenzüberschreitender E-Commerce in Europa trotzt COVID-19

Nachdem verunsicherte Konsumenten und logistische Probleme anfänglich zu einem Rückgang der Einnahmen führten, nimmt der grenzüberschreitende Onlinehandel wieder an Fahrt auf. Dabei zeigt die Krise: Digitale Erneuerung und internationale Vernetzung sind notwendig, um vom Wachstumspotenzial zu profitieren. von

Neben dem veränderten Kaufverhalten ihrer Kunden trafen vor allem logistische Herausforderungen den europäischen Onlinehandel zum Beginn der Corona-Krise im Februar und März: Fluggesellschaften konnten nicht mehr wie gewohnt ihre Transportrouten bedienen. Einzelhändler in stark betroffenen Regionen wie Italien und Frankreich erlebten die vorübergehende Stilllegung von Verteilzentren. Außerdem erschwerten Kontrollen und lange Lkw-Schlagen an den Grenzübergangen den Warenverkehr in ganz Europa. Ab April zogen grenzüberschreitende Onlinekäufe jedoch wieder spürbar an. Im Mai meldeten nur noch wenige Länder Hindernisse beim Handel über Ländergrenzen hinweg. Versandunternehmen passten ihre Betriebsabläufe an die steigende Nachfrage einiger Produkte und die neuen Bedingungen an.

Wirft man einen genaueren Blick auf einzelne Handelsbranchen finden sich hier große Unterschiede: Fashion und Reisen gehörten zu den deutlichen Verlierern, während der Lebensmittelverkauf boomte. Im Vergleich zum März zeigt die neue Umfrage von E-Commerce Europe, dass sich der Onlinehandel in Europa insgesamt in den letzten Monaten leicht erholt hat und weniger Interviewte mit einem Umsatzrückgang rechnen (73 % im März, 39 % im Mai).

Digitale Entwicklung und länderübergreifende Zusammenarbeit

Durch die COVID-19-Pandemie hat der Onlinehandel für Verbraucher weiter an Bedeutung gewonnen. Die WTO hat einen Informationsvermerk zum „E-Commerce während der Pandemie“ erstellt, in dem die Potenziale einer verstärkten internationalen Kooperation und eines vereinfachten Warenaustauschs zukünftig hervorgehoben werden sollen. So profitieren kleine und mittlere Unternehmen (KMU) von Erleichterungen im grenzüberschreitenden Waren- und Dienstleistungsverkehr und können zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten nutzen. Laut WTO ist es dafür nötig, die digitale Kluft zu verringern und gleiche Wettbewerbsbedingungen für KMUs zu schaffen. Die WTO unterstreicht den Bedarf an effizienten und erschwinglichen Anwendungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), wie neue Technologien zur Vereinfachung der Abläufe für Unternehmen:

„The pandemic has highlighted the crucial importance of the digital economy and the urgent need to bridge the digital divide both within and across countries.“

Mit Blick auf den europäischen Markt stellen vor allem unterschiedliche nationale Umsatzsteuersätze, Ausnahmeregelungen oder die Anwendung des Bestimmungslandprinzips die Onlinehändler weiterhin vor große Herausforderungen. ClearVATs Software-Lösungen ermöglichen Händlern, ihre Waren gesetzeskonform (ohne unwissentliche Verkürzung von Steuern) und registrierungsfrei (ohne Anmeldung bei Steuerbehörden im Ausland) innerhalb Europas zu vertreiben. Beste Voraussetzungen für schnelle Expansion und nachhaltiges Wachstum.