Newsroom, Umsatzsteuer | 9. Dezember 2022

EPPO München ermittelt wegen MwSt.-Karussellbetrugs mit geschätzten Steuerausfällen von 80 Mio. €

Ermittlungen der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) in München haben zur Aufdeckung eines Umsatzsteuer-Karussellbetrugs geführt. von

USt. Karussell
USt. Karussell

Insgesamt waren 21 Verdächtige beteiligt, die in Deutschland, Italien, Malta, Portugal, Rumänien, Schweden und dem Vereinigten Königreich ihren kriminellen Machenschaften nachgingen.

Einer der beiden in Rumänien lebenden Verdächtigen, die für die administrative Organisation der kriminellen Aktivitäten verantwortlich waren, wurde am Mittwoch festgenommen. Gleichzeitig wurden europaweite Durchsuchungen durchgeführt und digitale Datenträger, E-Mails, Chats als auch Unterlagen beschlagnahmt.

Der Kern der kriminellen Aktivitäten der organisierten Gruppe befand sich in Berlin und Leipzig, wo die Hauptverdächtigen einen Umsatzsteuer-Karussellbetrug organisierten. Die 21 Verdächtigen erstellten gefälschte Rechnungen für Voice-over-Internet-Protocol (VoIP)-Dienste und forderten dann die Mehrwertsteuer von den Steuerbehörden ein. Dadurch verursachten sie dem deutschen Fiskus geschätzte Steuerausfälle in Höhe von 80 Millionen Euro.

Mehr zum Thema: Umsatzsteuer