E-Commerce, Newsroom | 17. Januar 2023

Deutschland: Bruttoinlandsprodukt 2022 um 1,9 Prozent gewachsen

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahr 2022 gut behauptet – trotz Energiekrise und Lieferkettenproblemen. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs um 1,9 Prozent, laut ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes. Wichtigste Stütze war der private Konsum. Auch die Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung halfen. von

Zum unerwartet robusten Wirtschaftswachstum sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck: „Wir haben durch entschlossenes Handeln im vergangenen Jahr die Krise beherrschbar gemacht. Wir haben in kurzer Zeit Gesetzespakete geschnürt, große Geldmengen mobilisiert, um die Wirtschaft zu stützen und die Verbraucherinnen und Verbraucher zu entlasten.“

Deutschland zeigt, was es kann

Die Inflation sei zwar immer noch hoch, habe sich zuletzt aber merklich verringert. Auch die wirtschaftliche Entwicklung über das Winterhalbjahr sehe nach den aktuellen Daten positiver aus als erwartet. Auch die wirtschaftliche Entwicklung über das Winterhalbjahr sehe nach den aktuellen Daten positiver aus als erwartet. „Damit zeigt dieses Land, was es kann. So entschlossen werden wir auch in diesem Jahr vorangehen, damit wir ein starker und wettbewerbsfähiger Standort bleiben“, so Habeck.

Privater Konsum stützt Konjunktur

Der private Konsum ist mit einer Wachstumsrate von 4,6 Prozent stark gestiegen. Verbraucherinnen und Verbraucher gaben fast so viel aus, wie in der Zeit vor der Coronakrise. Die Menschen holten nach, was während der Pandemie nicht möglich war: Reisen, Restaurantbesuche, Kultur, Feiern und Messebesuche. Damit konnte die deutsche Wirtschaft trotz Ukraine-Krieg, Lieferkettenengpässen und Energiepreiskrise wachsen.

Die bereits im vorigen Jahr wirkenden Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung und der robuste Arbeitsmarkt trugen dazu bei: Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Die bereits im vorigen Jahr wirkenden Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung und der robuste Arbeitsmarkt trugen dazu bei: Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht.

Dezember-Soforthilfe drückte Inflationsrate spürbar nach unten

Bei den Verbraucherpreisen war im Dezember eine deutliche Verlangsamung des Auftriebs zu beobachten. Die Inflationsrate, also der Preisanstieg, verringerte sich voraussichtlich um 1,4 Prozentpunkte auf 8,6 Prozent. Eine maßgebliche Rolle dürfte dabei die Dezember-Soforthilfe des Bundes gespielt haben. Eine maßgebliche Rolle dürfte dabei die Dezember-Soforthilfe des Bundes gespielt haben. Der Bund hat im Dezember die Monatsabschläge für Gas und Wärme übernommen. So verringerten sich die Preise für Energie gegenüber dem Vormonat kräftig.

Gas- und Strompreisbremsen entlasten weiter

Durch die ab Januar wirksam werdenden Gas- und Strompreisbremsen sollten die Höchststände aus dem letzten Jahr mit Inflationsraten von über 10 Prozent überwunden sein. Durch die ab Januar wirksam werdenden Gas- und Strompreisbremsen sollten die Höchststände aus dem letzten Jahr mit Inflationsraten von über 10 Prozent überwunden sein.

Entwicklung des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland von 2008 bis 2021 und Prognose des DIW bis 2023

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